Château Tazacorte   
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Château Tazacorte
Grand Cru Classé Atlantique

Was es nicht alles gibt. - Château Tazacorte gibt es natürlich nicht, aber den Versuch, dort Wein zu reifen gibt es wohl. - Aber das Château liegt unter dem Meeresspiegel, so zwischen 5 und 20 Meter, und genau dort soll der Wein besser reifen. - Ja, so etwas kann man nachlesen hier auf La Palma, weil wir sonst keine anderen Sorgen haben. - Die Bodega "Tendal" unternimmt diesen wohl äußerst interessanten Versuch, und hat bereits viele Flaschen im Atlantik bei Tazacorte versenkt, und gibt sich der Hoffnung hin, dass die Weine dort anders, besser und auf jeden Fall schneller reifen, als in den Weinkellern oberhalb der Küste. - Ob das was bringt, das weiß man noch nicht so richtig, denn Erfahrungswerte kann man sich anderswo kaum besorgen. - Zwar gibt es auch in Deutschland einen Winzer, welcher seinen Wein zur Lagerung in einem See versenkt, allerdings kann das natürlich auch alles unter dem Motto, erwünschte Medienpräsenz stattfinden. - Die Bodega "Tendal" ist eine noch sehr junge Kelterei, hat sich aber bereits in den kurzen Jahren ihrer Existenz hervorragend auf dem Markt behauptet und viele schwärmen ausgiebig von den hervorragenden Weißen aus dem Norden der Insel. - Allerdings geht es hier wohl um Rotweine, und seit drei Jahren nun versenkt man Flaschen vor der Küste Tazacortes, in Zusammenarbeit und wohl auch Freundschaft mit der Tauschbasis "Club de Buceo Cueva Bonita". - Ob das nun eine Schnapsidee ist oder önologischer Ernst, ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist die Idee alleine schon klasse, auch wenn sich das am Ende vielleicht als reine Spielerei herausstellt. - Atlantikgereiftes Cuvée, 2 Jahre Lagerung auf -20 Meter, mit haut goût vom Seeigel, da lässt sich doch für Marketingexperten sicher was draus machen. - Es gibt doch auch Madenkäse, Asphaltschinken, Molekularküche, den Wurm im Mezcal, Linie Aquavit, und alles lässt sich hervorragend verkaufen, weil man des Alltags oft überdrüssig ist, und sich einfach mal etwas Besonders gönnen will. - Wenn man es sich hartzen kann natürlich…

Was könnte denn nun den Alterungsprozess des Weines unter Wasser beschleunigen? - Sicher gelangt kein Sauerstoff mehr durch den Korken an den Wein, aber ob das von Vorteil ist? - Die Temperatur ist sehr gleichmäßig, allerdings ist der Atlantik vor unserer Küste eigentlich wärmer als die meisten Lagerkeller. - Licht, auch das möchte man doch bei der Lagerung von Wein ausschließen, und da muss man dann sicher tiefer als 5 Meter gehen und dann der Druck, welcher sich mit zunehmender Tiefe aufbaut. - Aber beeinflusst das den Wein überhaupt, und dringt nicht nach und nach Seewasser in die Flasche ein und gibt dem Ganzen einen salzigen Beigeschmack? - Auf jeden Fall probieren die das alles aus und sind ja immerhin bereits seit 3 Jahren am experimentieren und ich kann mir gut vorstellen wie das dann abläuft, wenn die von der Bodega wieder mal zusammen mit den Jungs von Tauchclub eine neue Sondierungsprobe öffnen müssen. - Man braucht ja dann auch das Gegenstück des Weines unter normalen Bedingungen gereift, und dazu dann die Pullen vom Meeresgrund, das ergibt sicher fröhliche Runden, und weil das Beste an einer Flasche Wein immer ganz unten ist, sind Weinproben meist so lustig. - Bislang nennt man noch keine Resultate, man ist halt noch in der Versuchsphase, allerdings ist heute schon klar, dass die Etiketten nicht sonderlich begeistert sind von der neuen Lagermethode. - Auch hat es wohl wenig Sinn, nun vor der Küste Tazacortes zu tauchen um sich ein paar Püllekens leckeren Wein für lau zu holen, die haben ihre Proben sehr gut versteckt heißt es, wäre ja noch schöner, wenn da Flaschendiebe kämen und so den ganzen wissenschaftlichen Experimentalbetrieb stören würden. - Auch heißt es noch, diese Weinlagermethode sei absolut umweltfreundlich, die Meeresflora und Fauna nähme überhaupt keinen Schaden, man packt da ja schließlich Flaschen rein und keine Tetra-Packs. - Kein 1. April in Sicht, auch der "Día de los inocentes", die spanische Version des 1. April ist noch weit weg, also könnte man durchaus davon ausgehen, dass die das bierernst mit ihrem Wein unter Wasser nehmen. - Tolle Geschichte, so was mag ich, und wer nun glaubt, ich hätte mir diese Geschichte ausgedacht, der kann sich HIER davon überzeugen, dass dem nicht so ist.
Daten: http://www.la-palma-aktuell.de/cc/news/nov2010.shtml

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Bodega Castro y Magán S.L.:
C/ Bellido Alto s/n, 38780 Tijarafe
La Palma - Islas Canarias
Tel./Fax (+34) 922 490 066
Móvil: (+34) 626 48 58 11
E-mail: contacto@vinostendal.com

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